Novalis: Heinrich von Ofterdingen

Das erste Kapitel in diesem Werk zeigt einen Konflikt zwischen dem Bewusstsein und dem Unbewusstsein. Die Träume von Heinrich sind das Unbewusstsein. In dem Traum, ist Heinrichs Leben spannender und interessanter als am Tag. Er sieht interessantere Sachen, und sein Leben ist eigentlich besser im Traum. In seinen Träumen hat alles eine neue Bedeutung, die Welt sieht ganz anders aus.

--Greg Jadick


Heinrich von Ofterdingen: die Rolle des Wassers und der blauen Blume

Das Wasser spielt eine wichtige Rolle in Heinrich von Ofterdingen. Durch das Wasser wird alles rein, klar, und erneuert. In Heinrichs Traum, als er seine Hand in das Becken tauchte und seine Lippen benetzte, fühlte er sich innerlich gestärkt und erfrischt. Dann hatte er das Bedürfnis, sich zu baden. Er wollte seinen ganzen Körper reinigen und erneuern.

Ein zweites Beispiel vom Wasser kommt am Ende des zweiten Kapitels. Die Kaufleute erzählen eine Geschichte über einen reichen Tonkünstler. Er muß ins Meer springen (ins Wasser!). Normalerweise würde man sterben, aber ein Meeresuntier hat ihn gerettet. Das Untier wurde von der Musik des Tonkünstlers angezogen, und gibt dem Künstler -- als Erneuerung! -- eine zweite Lebenschance.

Auch wichtig ist, natürlich, die blaue Blume. Die blaue Blume ist ein Hauptsymbol der Romantik. Sie repräsentiert etwas, was schwierig zu erreichen ist, eine Sehnsucht, die man nicht aussprechen kann. In einem Sinn ist die blaue Blume ein Sinnbild für etwas, was man nicht ganz rational verstehen kann. Und um seine Sehnsucht zu stillen, muß man das Unerreichbare erreichen.

Die blaue Blume kann verschiedene Bedeutungen haben. In Heinrich von Ofterdingen repräsentiert die blaue Blume die Liebe. Sie liegt in der Mitte von anderen Blumen und ist die einzige, die licht blau ist. In dieser Blume schwebt ein zartes Gesicht - dieses Gesicht ist die Liebe. Wenn man die Blume findet, findet man auch die Liebe. Die Blume ist eine Repräsentation von einer noch unbekannten Geliebten.

Die Blume und das Wasser haben ihre blaue Farbe gemeinsam. Blau ist die Farbe von grenzenlosen Dingen - die Farbe des Wassers und die Farbe des Himmels. In viel Landschaftsmalerei kann man diese Grenzenlosigkeit sehen. Himmel und Erde (Wasser) kommen zusammen bis sie eins werden -- wir wissen nicht, wo das eine beginnt und das andere aufhört. Die beiden reflektieren einander auch, so dass wir das eine in dem anderen sehen können. Blau ist auch die Farbe von entfernten Bergen, die von der Luft gefärbt werden. Schließlich sind die blauen Berge (wie die blaue Blume) ein Symbol für die Sehnsucht.

-- Megan James and Cindy Naumann

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Klingsohrs Märchen

In Heinrich von Ofterdingen, ist das neunte Kapitel sehr wichtig.  In diesem Kapitel, ist Heinrich mit Mathilde verlobt.  Ihr Vater heißt Klingsohr und er erzählt ein Märchen.  Das Märchen ist nicht einfach, denn es behandelt drei verschiedene "Welten."

--Greg Jadick, Ian Schneider, Terry Lusebrink

Symbole im neunten Kapitel

In der ersten und zweiten Welten gibt es viele Symbole.  Die erste Welt repräsentiert eine astrologische Welt.  Man kann das durch das Sprechen von Sternen sehen.  Vielleicht am wichtigsten ist Eisens Schwert.  Dieses Schwert ist ein Symbol des Zusammenhangs zwischen den zwei Welten.  Die Charaktere sind auch symbolisch.  Sophie repräsentiert die Weisheit.  Die Liebe zur Weisheit (Philo-sophie) war für Novalis immer wichtig.  Er versuchte durch Sophie (im Leben sowie in dem Märchen) sich zu befreien.  Arctur ist der utopische König.  Freya ist im bildlichen Sinn die nördliche Welt.  Der Vogel ist auch ein wichtiges Symbol.  Das Phönix ist ein Symbol der Wiedergeburt.  Wie das Symbol in der katholischen Kirche steigt dieser Vogel aus dem Feuer, von Asche zum ewigen Leben.  

Es gibt Symbolik auch in der zweiten Welt.  Diese zweite Welt ist eine mythologische Welt.  Eros selbst ist ein Symbol für die Liebe, während Fabel ein Symbol für die Dichtkunst ist.  Ginnistan ist Symbol für die Fantasie, für die zwei Realitäten, die sie in diesem Teil der Geschichte nährt.  Als eine Art von Mutter zu Eros (Milchmutter) und auch zu Fabel (ihre echte Mutter) stellt sie einen Dualismus dar, weil ihre "Kinder" zwei verschiedene Reiche vertreten.  Wie Heinrich am Anfang der Geschichte, geht Eros auch zum Land des Vaters.  Alles hier ist zyklisch, oder kreisförmig.

In der dritten Welt des Märchens, gibt es viele wichtige religiöse Symbole. Das erste Symbol erscheint, nachdem Fabel die Treppe hinuntergeht. Fabel geht bis sie zu einem Tor kommt. Vor dem Tor steht die Sphinx. Die Sphinx repräsentiert die Wahrheit, die Fabel wissen muß, um durch das Tür zu kommen. Was liegt auf der anderen Seite des Tores? "Sie trat in Die Ungeheure Höhle...." Die Höhle steht für die Hölle. In der Hölle singt Fabel ein Lied über die heiligen Drei. Wer kann sie sein außer Gott, Christus, und dem Heiligen Geist? Auch symbolisch ist Fabels Ausstieg aus der Hölle. Fabel steigt aus auf einer Leiter, um in den Himmel zu kommen. Hier saß der nördliche König, der auch Gott symbolisiert. Die göttlichen Symbole, die wir sehen sind klar: er hält eine Lillie in der linken Hand, eine Waage in der anderen. Ein Löwe sitzt zu seinen Füßen, wie auch ein Adler.

--Terry and Ian

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Novalis: Hymnen an die Nacht

In "Hymnen an die Nacht" kann man eine interessante Darstellung von der Nacht und dem Tag sehen. Der Tag ist die Welt des Alltags, wo die Menschen Sorgen und Probleme haben. Es ist, was die meisten Leute "Realität" nennen, weil der Tag konkret ist. Man kann den Tag bewußt erleben und verstehen.

Die Nacht hat aber zwei Aspekte. Sie ist natürlich das Gegenteil vom Tag, die Zeit wenn alles zur Ruhe kommt, und die Leute still einschlafen. Die Nacht hat auch eine weitere Bedeutung. In der Nacht erfahren wir das Reich der Träume. Durch diese Welt kann man zu einem höheren Verständnis von sich selber kommen. Man kann eine Realität erreichen, die weiter als das Alltagsleben reicht. Man kann Sachen über sich selbst in dieser unbewußten Welt entdecken, die man nie am hellichten Tage sehen kann. Daher stellt die Nacht eine grössere Realität dar, als das was wir während des Tages erfahren, weil sie das Unbewußte und das Bewußte zusammenbringt.

Auch wenn man den Tag und die Nacht genau, im Sinne der Farben,betrachtet, sehen wir das Nebeneinanderstehen von Licht und Dunkel. Wenn wir wissenschaftlich über die Farben denken, sind die beiden am Ende von einem Spektrum. Wenn die beiden sich mischen, finden wir eine andere Farbe (wie sie Goethe in seinen Farbexperimenten machte), die, wenn sie am Licht reflektiert wird, entweder gelb oder blau wird. Gelb und blau -- zwei von den wichtigsten Farben der Romantik.(105)

--Cindy Naumann

Quelle:

Molnar, Geza von. Romantic Vision, Ethical Context: Novalis and Artistic Autonomy. University of Minnesota Press: Minneapolis, 1987.

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