Joseph von Eichendorff
geb. 10. März 1788 Schloss Lubowitz (in der Nähe von Schlesien) gest. 26. November 1857 Neiße
Eichendorff war der Sohn einer adligen Familie - alle waren katholisch. Als Junge ist er durch das Land seiner Familie spazierengegangen. Wie man erwarten würde, entwickelte er eine tiefe Liebe für Gott und die Natur. Mann kann seine Liebe für die Natur in seinem Gedicht "Abschied" sehen. Die letzte Strophe ist: "Bald werd ich dich verlassen,/ Fremd in der Fremde gehn,/ Auf buntbewegten Gassen/ Des Lebens Schauspiel sehn;/ Und mitten in dem Leben/ Wird deines Ernsts Gewalt/ Mich Einsamen erheben,/ So wird mein Herz nicht alt." Eichendorff mußte seine Heimat verlassen. Er war traurig darüber, obwohl er auch wußte, daß der Wald immer in seinem Herzen und in seiner Seele weiterlebte.
Eichendorff ist vielleicht der beliebteste Romantiker!! Er schreibt sehr viel über Wanderschaft, Waldeinsamkeit, und plätschernde Brunnen. Sein Gedicht "Wem Gott will rechte Gunst erweisen" ist immer noch ein Lieblingslied von deutschen Wanderern.
--Megan James
Die Verwandlung der Nacht in der deutschen Romantik
Die Romantik hat sich geändert, besonders in Bezug auf die Nacht. Die Frühromantiker hatten ein positives Bild von der Nacht. Sie haben gedacht, daß die Nacht besser als der Tag ist. Sie meinten, der Mond sieht schöner als die Sonne aus. Obwohl man einsam ist, kann man denken und mit sich selber reden. Novalis stellte dieses positive Bild von der Nacht in Heinrich von Ofterdingen dar. Man kann in der Nacht träumen, z.B. von der blauen Blume. Sie stellt die Sehnsucht nach etwas Besserem dar, und in der Nacht, durch Träume, konnte man alles erreichen. Novalis selber hat von seiner geliebten Sophie tgeträumt. In der Nacht sind die Möglichkeiten endlos.
Die Spätromantiker haben diese Idee total geändert. Die Nacht war jetzt eine traurige oder angstvolle Zeit. Sowohl E.T.A. Hoffmann wie Joseph von Eichendorff hatten diese Idee von der Nacht als etwas Schreckliches. In Hoffmanns "Der Sandmann" kommt der übele Sandmann immer in der Nacht, um die Kinder zu nehmen. Auch hat Eichendorff in "Das Marmorbild" über die Nacht geschrieben; am hellichten Tag staunt der Held: "Wie sah aber dort nun alles so anders aus! Fröhliche Menschen durchirrten geschäftig die Weinberge, Gärten und Alleen, Kinder speilten ruhig auf dem sonnigen Rasen vor den Hütten, die ihn in der Nacht unter den traumhaften Bäumen oft gleich eingeschlafenen Sphinxen erschreckt hatten, der Mond stand fern und verblaßt am klaren Himmel, unzählige Vögel sangen lustig im Walde durcheinander. Er konnte gar nicht begreifen, wie ihn damals hier so seltsame Furcht überfallen konnte." Auch hat Eichendorff das Gedicht, "Zwielicht," über dieses Thema geschrieben. Die letzte Strophe lautet: "Was heut müde gehet unter,/ Hebt sich morgen neugeboren./ Manches bleibt in Nacht verloren - /Hüte dich, bleib wach und munter!" Mit diesen Beispielen kann man die Änderung in der Romantik genau sehen. Die Frühromantiker fanden die Nacht ganz gut, die Spätromantiker fanden sie ganz gefährlich.
--Megan James